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Protokoll der 3. Sitzung des Arbeitskreises


Dorferneuerung Arholzen, Schorborn & Schießhaus
Protokoll der 3. Sitzung des Arbeitskreises in Schorborn 02.04.2009

Thema:  Geschichte

Einleitend gab Herr Warnecke einen kurzen Überblick über die Geschichte des Ortes. Anschließend wurde das Thema anhand von Kartenmaterial besprochen und Ideen gesammelt, wie die Geschichte des Ortes vermittelt und erlebbar gemacht werden kann.

Hinweise und Ideen

Informationen zur Geschichte des Ortes

  • Der Standort der ersten Glashütte ist nicht bekannt. In der Karte von 1755, die in der Zeit entstand, als die Glashütte gegründet wurde, ist keine Glashütte verzeichnet bzw. ist keines der Gebäude als solche erkennbar. Möglich ist, dass sie sich unterhalb der ehemaligen Mühle im Westen bei der heutigen Kläranlage befunden hat oder unterhalb der erhaltenen Mühle im Ort. Auch in der Karte aus dem Jahr 1805 und der Preußischen Landesaufnahme ist keines der Gebäude als Glashütte zu erkennen.
  • Bekannt ist der Standort der letzten Glashütte. Diese befand sich im Osten des Ortes in einem Gebäude, das später als Gaststätte und heute als Wohnhaus genutzt wird.
  • Der ehemalige Pferdestall ist bereits in der Karte aus dem Jahr 1755 vorhanden. Das Gebäude wurde vermutlich im Zusammenhang mit der Glashütte errichtet, da Pferde ein wichtiges Transportmittel für Sand und Glasprodukte waren. Außerdem führte durch Schorborn eine Fernstraße, so dass der Ort ein Haltepunkt war und man daher einen Unterstand für die Pferde benötigte.
  • Neben dem Dorfplatz verläuft ein verrohrter Bach in südöstlicher Richtung. Möglicherweise wurde dieser Bach für die Glasmacherei genutzt (Sind Rückschlüsse auf den Standort der Glashütte möglich?).
  • Der heutige Dorfplatz stellt vermutlich nicht das ursprüngliche Siedlungszentrum dar. Das wird aus der Karte von 1755 deutlich, in der ein weiterer Platz weiter südlich zu erkennen ist. Die Anordnung der Gebäude lässt darauf schließen, dass dies das ursprüngliche Siedlungszentrum war. Der Platz vor dem ehemaligen Pferdestall hat dagegen die Funktion eines funktionalen Ortskernes. In aktuellen Karten ist der ursprüngliche Ortskern nicht mehr deutlich zu erkennen, da der Platz heute zum Teil überbaut ist.
  • Der Glashüttenweg existiert bereits in der Karte von 1755. Die „Gasse“ wurde später angelegt und von ihr aus die Arbeiterhäuser erschlossen. Da diese sehr gradlinig entlang der Straße angeordnet sind, ist davon auszugehen, dass ihre Anlage planmäßig erfolgte.
  • Die Karte von 1755 zeigt, dass es eine Querung / eine Furt gab, die im Norden durch den Beverbach führte.
  • Aus der Preußischen Landesaufnahme wird deutlich, dass es neben dem heute vorhandenen Mühlenteich einen weiteren Teich gab. Die Struktur ist heute noch anhand der Straßenführung in diesem Bereich zu erkennen (siehe Karte).

Ideen zur Vermittlung der Geschichte

 

  • Durch Schorborn führt der Pilgerweg Loccum – Volkenroda. Mögliche Haltepunkte sollten eingebunden werden (u.a. der Rastplatz mit Mühlenstein).
  • Das Wegenetz zwischen den (ehemaligen) Steinbrüchen existiert noch. Es könnte als Rund- bzw. Wanderweg genutzt werden und an den Steinbrüchen deren Bedeutung für die Geschichte Schorborns vermitteln.
  • Sammlung historisch bedeutsamer Punkte im Ort (ohne Bedeutung der Reihenfolge): Backhaus, Mühle / Mühlenteich, Waschpump, Rastplatz mit Mühlenstein, Brunnen, alte Kirchenuhr, Denkmäler vom Friedhof, Wasserwerk, Sandsteinbrüche, Grillplatz, Herrenhaus, Hasendenkmal, Birkenwäldchen, Gelände im Nordwesten (landschaftlich attraktiv)

Hinweis: Die Karten zum Dokument befinden sich im Anhang (PDF Dokument)

AnhangGröße
3._AK_Schorborn-Schießhaus.pdf249.46 KB