You are hereHeimatpflege- und Kulturverein / Vereinsaktivitäten / HKV Schorborn-Schießhaus auf den Spuren der Glasmacher

HKV Schorborn-Schießhaus auf den Spuren der Glasmacher


Glasmacher

HKV Schorborn-Schießhaus besichtigt Glasmanufaktur im Harz


Heimatpflege-und Kulturverein Schorborn-Schießhaus weiterhin auf den Spuren der Glasmacher

 

Der Heimatpflege- und Kulturverein hatte seine Mitglieder zu einer Tagesfahrt in den Harz nach Derenburg und Halberstadt eingeladen.

Vor einigen Tagen war es dann soweit. Pünktlich um 8.00 Uhr trafen sich die Mitglieder und Gäste an der Bushaltestelle in Schorborn und starteten in den Tag. Bei herrlichem Sommerwetter konnte man schon die Busfahrt durch das Harzvorland genießen, der Brocken zeigte sich im schönsten Sonnenlicht.

Die erste Station war dann die Glasmanufaktur in Derenburg. Nach einer kurzen Erholungspause bei Kaffee und Eis begann zunächst die Erkundung der „Erlebniswelt“. Alle in der Manufaktur hergestellten Glaserzeugnisse konnten hier betrachtet, begutachtet und natürlich auch käuflich erworben werden. Dann begann die Führung durch die Manufaktur. Anhand von medialen Darstellungen – früher und heute – konnte ein eindrucksvolles Bild der Glasherstellung und Erzeugung vermittelt werden. Die Gästeführerin verstand es gut, durch das Transparent machen des geschichtlichen Hintergrundes ein umfassendes Bild der Entwicklung der Glasmanufaktur aufzuzeigen. Im Anschluss daran wurde die Werkstatt der Manufaktur besichtigt. Ein Glasbläser erklärte sehr anschaulich und humorvoll die für die Glasformung erforderlichen Werkzeuge. Glasmacherpfeife, Zange und die benötigten Formen wurden von ihm vorgestellt und dann anhand eines vor den Augen der Zuschauer geblasenem und geformten Windlichtes demonstriert. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie aus einer glühenden Kugel so ein wunderschönes, farbiges Endprodukt entstand.

Nach so viel Wissensvermittlung waren alle Teilnehmer bereit für die jetzt anstehende Mittagspause mit einem gemeinsamen Mittagessen in Halberstadt.

Pünktlich um 14.00 Uhr ging es mit der Domschatzführung und der Besichtigung des Halberstädter  Domes weiter. Einige hundert erhaltene und zum Teil einzigartigen Schätze wurden vorgestellt und erklärt. Die handgewebten und mit wertvollen Perlenstickereien versehenen Teppiche, die schon aus der Zeit der Domgründung im Jahre 1250 stammen,  versetzten die Teilnehmer in Erstaunen und Anerkennung ob dieser immensen Handwerksleistung der damaligen Zeit. Bei dieser Vielfalt von erlesenen und beeindruckenden Kunstwerken herrschte fast schon eine andächtige Stille.

Aber auch solche interessanten Führungen gehen einmal zu Ende und nach gut eineinhalb Stunden befand man sich wieder im Tageslicht.  Jetzt freuten sich alle auf Kaffee und Kuchen und gemeinsam wurde eine Kaffeerösterei aufgesucht. Dort entwickelten sich interessante Gespräche über das Gesehene und Gehörte. Der Besitzer der Kaffeerösterei ließ es sich nicht nehmen, nachdem Kaffee trinken eine Röstvorführung zu demonstrieren. Über die unterschiedlichen Anbaugebiete des Kaffees, ihre speziellen Geschmacksnoten, die unterschiedlich langen Röstzeiten  bis hin zur  Zubereitung des Kaffees wusste er eindrucksvoll und spannend zu erzählen.

Nach so viel Wissensvermittlung und geistigen Anregungen machte sich die Reisegruppe am Abend wieder auf den Heimweg. Alle Mitglieder äußersten sich sehr zufrieden über diesen informativen und erlebnisreichen Tag, der für alle viel Hintergrundwissen, nette persönliche Begegnungen und viel Spaß und Freude gebracht hat.

Autorin und Bild Th. Rauner